COUCHPIN"Wer zum Arzt geht, soll 30 Franken bezahlen. Einfach mal so. Das hat der Bundesrat heute beschlossen. Damit bestraft er vor allem Familien, Kranke und sozial Schwache. Klar sind wir alle lieber reich und gesund - aber aussuchen können wir uns das nicht. Ausserdem: «Arm» und «krank» stehen oft in direktem Zusammenhang.

Viele Menschen, vielleicht auch die eine oder der andere unter Ihnen, sprechen mich im Moment auf den Prämienschock an. Die scheinbar unaufhaltsame Kostenexplosion macht Angst. Ausgerechnet jetzt, in der Krise. Zu Recht wird gefordert, dass etwas unternommen wird. Die Krux: Wir müssen das Richtige tun. Und dazu gehört die 30-Franken-Strafgebühr für Kranke ganz sicher nicht. Im Gegenteil: Wer jeden Franken zweimal umdrehen muss, wird unter Umständen auf den Arztbesuch verzichten - riskiert damit vielleicht sein Leben und, lieber Herr Couchepin, verursacht ungleich grössere Behandlungskosten, weil die Diagnose zu spät erfolgt.

Wir müssen endlich entschlossen gegen die überrissenen Medikamentenpreise vorgehen und Doppelspurigkeiten bei der teuren Spitzenmedizin durch bessere Koordination abbauen. Das sind Lösungen, die 30-Stutz-Strafgebühr für Kranke hingegen ist reiner Aktivismus. Lesen und unterschreiben Sie deshalb sofort unseren Online-Protestbrief!"

Christian Levrat SP Schweiz

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